Samstag, 9. Oktober 2010

Kraken-Alarm

Kipp, kipp, hurra! Wer kentert da?
Nominiert für das Kinderspiel des Jahres 2010
Deutscher Kinderspiele Preis 2010
Oben thront der Krake auf einem Holzstab, an dem ein langer Faden als Tentakel befestigt ist. An dessen Ende befindet sich eine Kugel, die bei Bewegung dem Segelschiff gefährlich nahe kommt. Immer wenn das Segelschiff neben dem kleinen Krakenkind steht, rufen die Kinder „Krakenalarm“ und werfen die Kugel im Kreis. Wenn das Segelschiff kippt, verliert der aktive Spieler einen Proviantchip. Das ist nicht so gut. Besser ist es, Meerestiere zu sammeln. Dazu muss man beim Aufdecken der verdeckten Chips neben dem Segelschiff Glück haben. Oder man merkt sich im Laufe des Spiels, wo die richtigen Tiere zu finden sind. Dass ist dann ähnlich wie bei Memory.
Spielregel | Für ein Kinderspiel ist sie mit zwei großformatigen Seiten ziemlich lang. Es wäre schön, wenn sie etwas gestrafft formuliert wäre.
Material | Die Konstruktion mit dem oben sitzenden Kraken sieht toll aus und ist erstaunlich stabil. Die kreisende Kugel schmeißt das Boot oft um – und richtet es häufig auch wieder auf. Dieses Spannungselement ist durchaus erwünscht. Abhängig von der unterschiedlichen Länge der Tentakelschur verlieren die Kinder meist nur selten einen Proviantchip.
Zielgruppe | Kraken-Alarm ist toll für Kinder ab fünf oder sechs Jahren. Ältere Kinder merken sich die Positionen der Chips oft so gut, dass der „Krakenalarm“ taktisch geschickt umgangen wird. Dann kann eine Sonderregel für neuen Schwung sorgen.
Fazit | Ein klasse Spiel, das auf gelungene Weise ein unterhaltsames Aktionselement mit einem interessanten Merkspiel sowie taktischen Elementen verknüpft. Das Spiel hat es verdient, mit dem Deutschen Kinderspiele Preis (der in den Vorjahren manchmal zu merkwürdigen Ergebnissen geführt hat) ausgezeichnet zu werden.
Kraken-Alarm
von Oliver Igelhaut
Kosmos
für 2 bis 4 Kinder ab zirka 5 Jahre
zirka 25 Euro

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